Pressemitteilung des Netzwerks „Macht Frieden!“, München, 10.1.2026

Am Samstag, den 14. Februar 2026 demonstrieren friedensbewegte Menschen und Organisationen der oppositionellen Zivilgesellschaft gegen die Münchner Kriegskonferenz, euphemistisch „Sicherheitskonferenz“ genannt. Nach der kriegerischen Aggression der USA gegen das souveräne Land Venezuela stehen die Zeichen der internationalen Politik verstärkt auf Krieg und Barbarei. Parallel zum brutalen Abnutzungskrieg in der Ukraine drohen neue geopolitische Verwerfungen. Die US-Regierung bedroht die Souveränität mehrerer südamerikanischer Staaten, des Iran, und auch des zu Dänemark gehörenden Grönland. Statt umfassende Friedensbemühungen anzustoßen macht die deutsche Bundesregierung unser Land wieder „kriegstüchtig“, ignoriert das Friedensgebot im Grundgesetz und hofiert in München die Kriegsherren der Welt.  

Die Kundgebung mit Demonstrationszug, organisiert durch das Netzwerk „Macht Frieden!“, setzt ab 13 Uhr auf dem Odeonsplatz ein starkes Zeichen für Frieden und Diplomatie, gegen die Kriegsertüchtigung Deutschlands und gegen die Verrohung der internationalen Politik. Die Demonstration fordert von der Bundesregierung Friedenskonferenzen statt Kriegstreibertreffen, sowie eine Rückkehr zu Diplomatie und Waffenkontrollverhandlungen, statt Kriegsvorbereitung und Aufrüstung.Die organisierenden Initiativen lehnen die Stationierung amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland ebenso ab wie die Wehrpflichtpläne der Bundesregierung oder die im Operationsplan Deutschland ausformulierte Militarisierung ziviler Gesellschaftsbereiche. Für eine klare Kommunikation der Botschaft „Macht Frieden!“ sind alle Teilnehmenden aufgerufen, Friedensfahnen oder Schilder mit inhaltlichen Botschaften mitzubringen und auf Nationalflaggen oder Fahnen ihrer Partei oder Organisation möglichst zu verzichten. Auch diese Friedensdemo wäre nicht möglich ohne die zahlreichen Ordner und Helfer der Initiative „München steht auf“, die sich ungebrochen für Frieden, Freiheit und Demokratie einsetzen.

Die Redner der Demo sind Prominente der außerparlamentarischen Opposition sowie ehemalige und aktuelle Parlamentarier auf Bundes- und Landesebene. Der Theologe Eugen Drewermann prägt mit seinen Beiträgen seit vielen Jahren die Friedensbewegung. Seine stets deutliche aber durchdachte Kritik an den Kriegstreibern dieser Welt erreicht ein Millionenpublikum. Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot ist aufgrund ihrer vielbeachteten Bücher, insbesondere „Wer schweigt stimmt zu“ (2021) eine Gallionsfigur der kritischen Wissenschaft. Ulrike Guérot gehört zu den vielen Akademikerinnen und Akademikern, welche in den letzten Jahren in Deutschland aufgrund allzu lauten kritischen Denkens ihre Anstellung verloren. 

Andrej Hunko aus Aachen, Bundestagsabgeordneter von 2009 bis 2025, war zuletzt Berichterstatter für Meinungsfreiheit im Europarat und setzte sich dort erfolgreich für die Freilassung von Julian Assange ein. In Venezuela traf er zur Zeit des letzten Putschversuches 2019 auch Präsident Maduro. Rainer Rothfuss MdB ist Mitglied der AfD und fordert mehr Diplomatie und Vernunft im Umgang mit Russland. Er setzt sich ein für friedliches, souveränes Deutschland in einer multipolaren Welt und lehnt die geplante Stationierung amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland ab. Der ehemalige NRW-Landtagsabgeordnete Michael Aggelidis ist stellvertretender Landesvorsitzender der Basisdemokratischen Partei in NRW. Er unterstützt als Redner lagerübergreifende Friedensnetzwerke wie das Netzwerk „Frieden jetzt“. Musikalische Beiträge von The Kant und Diether Dehm runden das Programm der Kundgebungen ab.

Pressevertreter aller Couleur sind auf der Demonstration ausdrücklich erwünscht. Gerne für Rückfragen erreichbar sind der Jurist Jürgen Müller (Wir gemeinsam Bündnis) sowie die Soziologin Mona Aranea (Friedensbündnis NRW) als Vertreter des Netzwerks „Macht Frieden!“ unter info@macht-frieden.org oder 01573 8773040.