Am 14. Februar 2026 wird es nicht nur 2 Friedensdemos in München geben – die des Bündnisses Macht Frieden um 13 Uhr auf dem Odeonsplatz und die des traditionellen Anti-Siko-Bündnisses um 13 Uhr am Stachus. Auf Liebe sind die Zeichen bei Letzteren leider noch nicht gestellt.
Eine weitere Veranstaltung an diesem Tag erwartet 100.000 Teilnehmer und es ist durchaus zu erwarten, dass die Kundgebung auf der Theresienwiese die Teilnehmerzahlen der Friedensdemos angesichts der zuletzt erzielten Teilnehmerzahlen überflügeln wird und damit vermutlich ein anderes Zeichen an die Teilnehmer der Unsicherheitskonferenz senden wird, als die beiden Friedensdemos.
Aufgerufen zur Kundgebung auf der Theresienwiese hat der Sohn des 1979 gestürzten Schahs Reza Pahlavi. Der im Original hier verlinkte Aufruf auf X wird in der Folge in automatischer Übersetzung von X wiedergegeben:
„Iraner im Ausland und freiheitsliebende Menschen auf der ganzen Welt,
Der 14. Februar ist der Globale Aktionstag in Solidarität mit der Löwen-und-Sonne-Revolution im Iran. An diesem Tag sollen die Menschen auf die Straße gehen und die internationale Gemeinschaft dazu bewegen, dringende und praktische Schritte zur Unterstützung des iranischen Volkes zu unternehmen.
Unsere sechs Forderungen sind klar:
1. Den Repressionsapparat des Regimes zerschlagen und das iranische Volk schützen.
2. Die finanziellen Lebensadern des Regimes vollständig kappen.
3. Gewährleisten Sie kostenloses Internet und freie Kommunikation für die Bevölkerung Irans.
4. Die „Diplomaten“ des Regimes ausweisen und seine Kriminellen strafrechtlich verfolgen
5. Sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen
6. Bereiten Sie sich darauf vor, eine legitime Übergangsregierung anzuerkennen, die Iran in Richtung Demokratie führen soll.
München, Los Angeles und Toronto sind die wichtigsten Treffpunkte. Wenn du nicht reisen kannst, nimm an Protesten in deiner Stadt teil und sei die Stimme Irans.
Die Besatzungsherrschaft der Islamischen Republik hat versucht, den Willen unserer Nation durch Massaker und brutale Gewalt zu brechen. Sie ist gescheitert. Diese dem Iran fremden, einfallenden Terroristen haben Zehntausende mutige Iraner abgeschlachtet und das Internet gekappt, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Doch das iranische Volk stellt sich weiterhin den Kugeln entgegen und erhebt den Ruf nach Freiheit und Vaterlandsliebe. Die Ära der Angst ist vorbei. Die Ära der Freiheit ist nahe. Die Iraner haben sich erhoben.
An alle, die an die Freiheit Irans glauben: Steht am Samstag, dem 14. Februar, solidarisch an der Seite des iranischen Volkes auf. Eure Solidarität zählt. Wenn wir zusammenstehen, sind die Regierungen gezwungen, zuzuhören. Die Geschichte wird jene nicht vergessen, die an der Seite des iranischen Volkes standen.
Es lebe die Freiheit.
Es lebe Iran.
Sieg der iranischen Löwen-und-Sonne-Revolution.“
Medienberichten zu Folge wird der Schah-Sohn an der Sicherheitskonferenz teilnehmen, wohingegen die iranische Regierung ausgeladen wurde. In dem Aufruf werden drei Städte genannt, in denen sich massenhaft Menschen an einem globalen Aktionstag versammeln sollen. Die Versammlung in München hat Farhid Habibi angemeldet, Vorsitzender des Vereins „The Munich Circle“. Er erwartet Teilnehmer aus ganz Europa. Auch jüdische und ukrainische Bündnisse sollen sich an der Demonstration beteiligen.
Die Aufrufe wirken sehr professionell. Sie rufen dazu auf, dem Aufruf des Prinzen zu folgen. Auch aus Tel Aviv gibt es Aufrufe gegen des gewalttätige Regime, womit jedoch nicht die israelische Regierung mit ihrem Vernichtungsfeldzug gegen die Palästinenser adressiert, sondern faktisch zu deren Unterstützung aufgerufen wird. Für die Teilnehmer der Unsicherheitskonferenz wird noch über ein iranisches Terrornetzwerk die Verbindung zur Ukraine und zum 7. Oktober hergestellt. Das ist sinnvoll, weil man im Bayerischen Hof diesbezüglich bereits auf eine mehrjährige Kriegserfahrung zurückgreifen kann und weiß, wie man dies auch gegen den Willen in der eigenen Bevölkerung organisiert. Deshalb dürfte die Wahl auch auf München gefallen sein. Vorgeblich geht es jedoch um Moral und eine historische Entscheidung.
Den Menschen im Iran kann man nur alles erdenklich Gute wünschen, insbesondere auch Freiheit für die Frauen. Ob dies aber durch einen Krieg von außen erreicht werden kann, darf nach den Erfahrungen in der gesamten Region bezweifelt werden. Diese Erfahrungen resultieren aus dem Engagement von Staaten, deren Vertreter sich an der Unsicherheitskonferenz treffen. Genau diese sind die Adressaten für die Forderung nach einem weiteren Krieg, während sich die Friedensbündnisse gegen eine Kriegstreiberkonferenz auf deutschem Boden richten und Deutschland lieber neutral sähen und nicht als Kriegspartei oder Kriegsunterstützer.
Man darf angesichts der Berichterstattung skeptisch sein. Während das Friedensbündnis“Macht Frieden!“ von der Süddeutschen Zeitung 2023 eine schlechte Berichterstattung über eine bunte und wundervolle Friedensdemo mit 25.000 Teilnehmern erhielt, die vorgefertigt erschien, erscheint die mehrfache Berichterstattung über die Veranstaltung am Königsplatz nebst Portraits der Organisatoren geradezu als Werbung. Das erscheint aus der Erfahrung und dem Umgang mit wirklicher Machtkritik eher untypisch.
Am 14. Februar 2026 können sich die Menschen jedenfalls entscheiden, ob sie auf eine der Demonstrationen gehen, die die Machtstrukturen kritisiert oder auf eine, die von den Leitmedien und Politikern beworben wird, wie man es am 2. März 2022 bereits in München erleben konnte. Damals wurden Menschen auf einem blau-gelb getränkten Königsplatz und medialer leidmedialer Dauerbeschallung in eine Massenpsychose versetzt, die sie dazu veranlasste, gegen ihre eigenen Interessen und das Leben hunderttausender Ukrainer zu handeln, die in der Folge den Tod fanden. (Autor: Jürgen Müller)
(Titelbild: ELG21 auf Pixabay)
